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WIRwerden: Integration von Schulkindern mit Zuwanderungs- und Fluchthintergrund
Ein Praxishandbuch für Lehrpersonen und pädagogisches Fachpersonal
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19001 A. 1. Auflage
126 Seiten
eBook
Vandenhoeck & Ruprecht, 11.11.2019
Deutsch
ISBN/EAN 9783647702858
Prof. Dr. Lysann Zander ist Diplom-Psychologin und Professorin für Empirische Bildungsforschung am Institut für Erziehungswissenschaften der Leibniz Universität Hannover. Sie war u. a. gemeinsam mit Prof. Dr. Bettina Hannover wissenschaftliche Leitung des Forschungsprojekts "PAI: Peer-Assistierte Soziale und Identifikatorische Integration geflüchteter Schülerinnen und Schüler" an der Freien Universität Berlin. In ihrer Forschung untersucht sie Bildungsungleichheiten, die dadurch entstehen, dass Personen sich selbst bestimmten Gruppen zugehörig fühlen und diese als Teil ihrer Identität (z. B. ihrer Geschlechts- oder ethnischen Identität) wahrnehmen - oder dadurch, dass sie von anderen Personen dieser Gruppe zugeordnet werden. Von besonderem Interesse ist dabei, wie diese Selbst- und Fremdwahrnehmungen die Gestaltung von freundschaftlichen oder fachlichen Beziehungen in sozialen Netzwerken beeinflussen.Laura Trölenberg ist Psychologin (Master in Klinischer und Gesundheitspsychologie) und Projektreferentin beim netzwerk n e.V. im Umweltbildungsprojekt "Klasse Klima - Her mit der coolen Zukunft!". Sie koordinierte als wissenschaftliche Mitarbeiterin das Projekt "PAI: Peer-Assistierte Soziale und Identifikatorische Integration geflüchteter Schülerinnen und Schüler". Neben diversen Lehrtätigkeiten im pädagogisch-psychologischen sowie umweltpsychologischen Bereich, insbesondere an der Freien Universität Berlin, engagiert sie sich bis heute ehrenamtlich als Vorstandsmitglied in mehreren gemeinnützigen Vereinen, z. B. in der Initiative Psychologie im Umweltschutz e.V. Ihre Schwerpunkte sieht sie darin, wissenschaftliche Erkenntnisse für Fachfremde erfahrbar zu machen und formale mit non-formaler Bildung zu verknüpfen.Jannika Haase ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Schul- und Unterrichtsforschung der Freien Universität Berlin und studierte Psychologie und BA/MA of Education (Lehramt). Im Projekt "PAI: Peer-Assistierte Soziale und Identifikatorische Integration geflüchteter Schülerinnen und Schüler" arbeitete sie auf allen Ebenen wie an der wissenschaftlichen Evaluation des Gesamtprogramms, der Konzeption von lnterventionsinhalten, als Interventionsleitung an den beteiligten Schulen, oder als Fortbildungsleitung bei der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Berlin. Sie ist Mitautorin von Publikationen der unterschiedlichen Projektergebnisse. Ihre Forschungsinteressen liegen insbesondere im Bereich sozialer Stereotype und Metastereotype, in Fragen zu Akkulturationsprozessen sowie allgemein zu Zusammenhängen zwischen sozialen und kulturellen Aspekten und Gruppenzugehörigkeiten.Madeleine Kreutzmann ist Diplom-Psychologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Schul- und Unterrichtsforschung der Freien Universität Berlin. Im Projekt "PAI: Peer-Assistierte Soziale und Identifikatorische Integration geflüchteter Schülerinnen und Schüler" verantwortete sie insbesondere die Datengewinnung an den beteiligten Schulen sowie die wissenschaftliche Evaluation des Gesamtprogramms. Sie ist Mitautorin von Publikationen der unterschiedlichen Projektergebnisse. 2016 promovierte sie zum Thema schulische Peerbeziehungen. In Ihrer Forschung untersucht sie Bedingungsfaktoren schulischer Erfolge und einer gelingenden sozialen Integration, wobei sie insbesondere die kulturellen Orientierungen bikultureller Schülerinnen und Schüler, die Beziehungen innerhalb der Schulklasse sowie Einstellungen und Emotionen im Umgang mit Fehlern genauer in den Blick nimmt.
Ziel des Programms WIRwerden ist es, Schulen darin zu unterstützen, zugewanderte Kinder in ihrer Entwicklung einer positiven Identität als Mitglied der Aufnahmekultur Deutschland zu begleiten und deren soziale Integration zu fördern. Dazu werden dyadische Peerbeziehungen (Tandems) etabliert, in denen jeweils ein zugewandertes Kind mit einem in Deutschland sozialisierten Peer verbunden wird. Im Programm werden alle teilnehmenden Kinder u. a. in der Entwicklung ihres Selbstwertes und ihrer Selbstwirksamkeit, ihrer emotionalen und sozialen Kompetenzen und ihrer Reflexionsfähigkeit begleitet. Gemeinsam lernen die Kinder in neun angeleiteten Gruppensitzungen Themen wie z. B. eigene und andere Werte oder Emotionen kennen und erfahren körperbewusstes Auftreten. Sie reflektieren im Tandem und in der Gruppe beispielsweise über Freundschaft, die Veränderbarkeit von geltenden Normen (wie Geschlechternormen) und unterschiedliche Zukunftsvorstellungen. Erprobte und wissenschaftlich evaluierte Materialien stehen als kostenloses Downloadmaterial zur Verfügung.